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Täge macht es mit Kopf und Lupfer

1. Mannschaft 08.05.2016 19:04 Uhr

So fiel das 1:0 für den Malchower SV 90 gegen Hertha Zehlendorf: Ein von Georg Schumski getretener Freistoß flog an Freund und Feind vorbei, bevor Tobias Täge (rechts) ihn per Kopf mit voller Wucht ins Hertha-Gehäuse knallte.

Ein richtiger Schelm: Tobias Täge schaut nach seinem Lupfer über den Hertha-Keeper zum 2:0 kurz zurück zum "Tatort".

In der Fußball-Oberliga gewann der Malchower SV 90 sein Heimspiel gegen den Aufstiegskandidaten FC Hertha 03 Zehlendorf überraschend deutlich.

Malchow. Das war schon fast ein bisschen frech, wie Tobias Täge da den Torwart von Hertha Zehlendorf verschaukelte: Mit einem Lupfer über den herausgeeilten Keeper erzielte die "einsame Spitze" des Malchower SV 90 das 2:0 (79.). Er ging dabei volles Risiko: Wäre das Leder auf dem Netz gelandet, wäre wohl von Überheblichkeit oder Übermut die Rede gewesen. Aber "Tobi" hatte den Kurs der Bogenlampe genau ausgelotet - das Ding passte einfach unter die Tor-Latte.

Auch den ersten Treffer hatte Täge kurz zuvor erzielt. Nach einem hart getretenen Freistoß von Georg Schumski von der rechten Seite - bei dessen Schärfe nicht jeder den Kopf hingehalten hätte - sauste das Leder an Freund und Feind vorbei zu Tobias Täge am linken Pfosten, der es zum 1:0 in den Hertha-Kasten knallte (64.). Aber der Kapitän Georg Schumski kann super Vorlagen nicht nur mit dem ruhenden Ball geben. So setzte er sich später in der 88. Minute wieder einmal energisch auf der rechten Seite bis zur Grundlinie durch und passte den Ball zurück - quer durch den Strafraum hindurch zum gerade eingewechselten Yildrim Bektas, der auf der halblinken Position wartete und dann das Leder mit Wucht zum 3:0 in die Maschen des Hertha-Gehäuses knallte.

Verkehrte Welt! Wer war hier Tabellendritter und wer Siebter der Fußball-Oberliga? Die Malchower spielten wie aus einem Guss. Was Torwart Paul Buschke da hielt, war fast nicht zu glauben. Und auch Abwehrchef Toralf Schult, der ja wegen der Umpositionierung von Kapitän Schumski noch mehr arbeiten muss, wuchs über sich hinaus. Wie Schult bei einem gefährlichen Konter (40.) seine Beine in alle Himmelsrichtungen strecken konnte, um den Ball aus höchst unbequemer Stellung aus der Luft zu angeln, das wäre allein schon den Eintritt wert. "Ich bin insbesondere mit der zweiten Halbzeit hoch zufrieden", sagte ein sichtlich glücklicher Trainer Christopher Stoll.

Reporter: Jens-Uwe Wegner

Quelle: Nordkurier 

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