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"Arbeitsverweigerung, desolate Leistung"

1. Mannschaft 11.09.2016 20:28 Uhr

Immer wieder ließen die Gäste vom SV Lichtenberg 47 (in weißer Spielkleidung) ihre Gegenspieler vom Malchower SV 90 (in roter Spielkleidung) einfach abblitzen.

Malchows Chefcoach André Schröder (rechts) konnte sich das Debakel kurz vor dem Ende der Partie nicht mehr mit ansehen. Ein entgeisteter Co-Trainer Ingo Broßeit (links) schien nicht zu glauben, was er sah.

Das wurde dem Fußball-Oberligateam des Malchower SV nach der Partie gegen den SV Lichtenberg 47 selbst von eingefleischten MSV-Fans bescheinigt.

 

Malchow. Ratlosigkeit pur herrschte bei Malchows Trainer André Schröder bei der Pressekonferenz nach der Fußball-Oberligapartie seines Malchower SV 90 gegen den SV Lichtenberg 47. "Wir haben heute richtig einen auf die Fresse gekriegt. Ich kann mich nur bei den Zuschauern entschuldigen", sagte André Schröder nach der 0:6-Klatsche im eigenen Waldstadion. Was nun genau zu dieser desolaten Leistung seiner Mannschaft geführt hatte, konnte der Trainer noch nicht im Detail sagen. Auch nicht, wie er das Team bis zum Freitag aufrichten will, wenn Tennis Borussia Berlin zum Freitagabendspiel nach Malchow kommt - der Anpfiff auf dem Waldsportplatz ertönt um 20 Uhr -, nur soviel: "Ich bin absolut enttäuscht".

Dabei hatte der MSV gleich in der ersten Minute losgelegt, als Emek sich rechts durchgesetzt hatte und auf Dariusz Kostyk passte, der das Leder knapp über den Berliner Kasten jagte. Doch dann der Knackpunkt: Nach einem nicht geahndeten Foulspiel an einem MSV-Kicker nutzte Patrick Jahn die "Protestphase" der Malchower zum 0:1 (9.). Beim 0:2 durch Banze (34.) half der Gastgeber ordentlich mit. Ein Ball wurde zwar vor der Torlinie abgewehrt, allerdings sehr kurz und vor die Füße des Lichtenberger Torschützen, der das Leder aus Nahdistanz in die MSV-Maschen knallte. Und dann das 0:3 (45.)! Der MSV-Keeper Paul-Friedrich Kornfeld weiß wohl nur allein, was er da so weit vor dem Tor machen wollte. Ein gelupfter Ball senkte sich ins verwaiste MSV-Tor. Mit gesenkten Köpfen ging es in die Kabinen.

Der Rest ist schnell erzählt. Malchow wollte aufholen, fing sich durch Konter noch drei Tore (68.Yildrim/70.Gawe/ 86.Yildrim) ein und war damit noch gut bedient.

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