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Das erste Duell des Malchower SV geht an Hertha

1. Mannschaft 30.10.2017 22:42 Uhr

Toralf Schult vom Malchower SV 90 (rechts) brachte sein Team schon früh mit 1:0 in Führung. Am Ende gingen aber die Kicker vom FC Hertha 03 Zehlendorf (links) als Sieger vom Platz.

Nach der Heimniederlage gegen den FC Hertha 03 Zehlendorf-Berlin tritt der Malchower SV 90 schon am Dienstag beim Charlottenburger FC Hertha 06 an.

In der 6. Minute der Fußball-Oberligapartie des Malchower SV 90 gegen den FC Hertha 03 Zehlendorf Berlin war die Welt der MSV-Fans noch voll in Ordnung. Da entpuppte sich ein kleiner Steppke hinter der Werbebande hinter dem Hertha-Gehäuse als Sohnemann von Toralf Schult: "Mach ihn rein, Papa", rief er dem Verteidiger zu, der gerade zum Elfmeter antrat. Und Papa gehorchte und knallte den Ball in die linke Ecke zum 1:0 für den Malchower SV 90. Sein erster Weg zur Jubelfeier führte Toralf Schult dann auch zu seinem Filius, um sich mit ihm gegenseitig abzuschlagen.

So hätte es weitergehen können, zumal das Glück dieses Mal ausnahmsweise einmal auf Seiten der Malchower zu sein schien. Denn dieser vollstreckte Strafstoß war nicht unumstritten: Malchows Sechser Gordon Grotkopp und ein Berliner Abwehrspieler waren beim Kopfballduell im Hertha-Strafraum aneinander geraten, und nach dem gehaltenen Kopfball von Grotkopp waren auch beide Akteure auf dem Boden liegen geblieben. Die Proteste der Berliner halfen ihnen aber nicht, es gab den Elfmeter. Zunächst schien Malchow von der Führung beflügelt zu sein. Erst versuchte es Nico Billep mit einem Knaller kurz vor der Strafraumgrenze aus, traf aber leider nur den linken Pfosten (15.). Dann bediente "Dieter" den Sturmpartner Tobias Täge, der den Ball aber knapp über das Hertha-Gehäuse bugsierte (35.).

Kurz vor der Pause machte sich dann Fortuna wieder aus dem Staube. Nach einem Zehlendorfer Eckball bekamen die Malchower den Ball nicht aus dem Strafraum. Erst wurde der Ball abgewehrt, landete aber dann vor den Füßen von Robert Schröder, der den 1:1-Ausgleich erzielte (35.).

Das Glück für Malchow kam auch in der zweiten Halbzeit nicht zurück. Zwar erkämpfte sich Georg Schumski noch einen längst verloren geglaubten Ball vor dem Aus und passte ihn in die Mitte, wo aber Tobias Täge einen Hauch einer Sekunde zu spät kam (59.). Dem enttäuschten Raunen auf der Tribüne folgte blankes Entsetzen, als der Ball drei Minuten später im Kasten der Malchower lag. Wieder war es eine Eckball-Situation, bei der Nico Stein unbedrängt im Strafraum per Kopf zum 1:2 für den FC Hertha Zehlendorf traf. "Das sind doch alles Geschenke!", schrie Malchows Trainer André Schröder seinen Spielern wutentbrannt zu. Doch es half nicht mehr. Die Berliner fingen an, Zeit zu schinden, wobei sie sogar eine gelb/rote Karte (90.Schwalbe mit minutenlangem Liegenbleiben/Meckern) in Kauf nahmen. "Die Enttäuschung bei mir ist sehr groß, denn wir haben kein gutes Spiel gemacht", sagte André Schröder und fügte hinzu: "Im Training knieen wir uns rein und geben alles. Aber heute gab es im Spielaufbau zu viele Fehler, es lief nicht über die Außen, und Tobias Täge als Spitze bekam keine Bälle. Wir sollten in der Tabelle nicht mehr nach oben schauen, sondern erst einmal wieder nach unten".

Dort wartet auch der nächste Gegner, denn schon am Reformationstag um 14 Uhr müssen die Malchower beim Charlottenburger FC Hertha 06 antreten, der mit vier Punkten am Tabellenende liegt.

Malchow: Paul Buschke - Maurice Eusterfeldhaus, Robert Quaschning, Erik Schameitke, Toralf Schult - "Emek" (71. Jacob Grabow), Gordon Grotkopp - Nico Billep (82. Karl Selig), Georg Schumski, "Dieter" (62. Michael Freyer), Tobias Täge

Autor/ Foto: Jens-Uwe Wegner (Nordkurier)

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